Ernst Reuter


Geboren wurde Ernst Reuter am 29.07.1889 in einem kleinen Ort bei Flensburg. Er war das fünfte Kind seiner Eltern, welche aus einfachen, bürgerlichen Verhältnissen stammten. Seine Kindheit verbrachte Ernst Reuter zwar wohl behütet, aber doch in sehr bescheidenden Verhältnissen.
Nach seinem Abitur, welches er im ostfriesischen Leer erfolgreich beendete, zog es ihn 1907 nach Marburg. Dort nahm er ein Studium der Philosophie und Sozialwissenschaften auf. Bereits zwei Jahre später wechselte er an die Universität nach München. Hier konnte Ernst Reuter dann erste Erfahrungen mit dem Sozialismus machen. In München war er nur ein Jahr und beendete dann in Marburg 1912 sein Staatsexamen.

In den kommenden vier Jahren verdiente er sein Geld als Privatlehrer, Wanderredner und Journalist. 1916 kam dann für Ernst Reuter die Einberufung zur kaiserlichen Armee. Dort hatte er eine sehr schwere Zeit zu überstehen, war in russischer Gefangenschaft, körperlich gekennzeichnet und auch schwer verletzt. 1920 kehrte er dann wieder nach Berlin zurück und trat auch gleich in die KPD ein. Er übernahm hier für kurze Zeit das Amt des ersten Sekretärs der Berliner Stadtorganisation.

1931 wurde Ernst Reuter dann zum Oberbürgermeister von Magdeburg gewählt. Kurze Zeit später kam er ins türkische Exil. Hier arbeitete er für die türkische Regierung unter anderem als Berater für Verkehr und Tariffragen, aber auch in der Verwaltung für Städtebau und Planung in Ankara als Professor mit.
Nach der Rückkehr 1946 nach Berlin übernahm Ernst Reuter dann die Tätigkeit des Stadtrats für die Verkehrs- und Versorgungsbetriebe. Weiterhin erfolgte hier auch die Wahl zum Oberbürgermeister der Stadt Berlin und somit auch zum Repräsentanten der Stadt. Er zeigte einen sehr starken Ehrgeiz und auch Einsatz, dass West-Berlin und die Bundesrepublik enger zusammen wüchsen.
Eine erneute Bürgermeisterwahl im Jahr 1948 ließ ihn noch einmal bis 1950 die Fähigkeit als Oberbürgermeister unter Beweis zu stellen. Nach seiner Amtszeit engagierte sich Ernst Reuter aber weiter für die Nachkriegspolitik in seiner Stadt.

Am 29.09.1953 starb der Kommunalpoliter unerwartet an den Folgen eines Herzanfalls. Zu Ehren Ernst Reuters wurde ihm in Berlin in Form einer Büste ein Denkmal gesetzt.


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