Hans-Joachim Hespos


Der 1938 in Emden geborene Hans-Joachim Hespos ist einer der bedeutendsten deutschen Komponisten der Gegenwart. Seinen heutigen Lebensmittelpunkt hat der freischaffende Künstler in Ganderkesee in der Nähe von Delmenhorst.
Nach seinem Abitur absolvierte Hespos ein pädagogisches Studium und trat im Anschluss in den Schuldienst ein. Bereits in seiner Jugend begann er zu komponieren, was sich schließlich in den 60er-Jahren bezahlt machte. Ab 1967 erhielt Hespos nationale und internationale Aufträge und gab weltweit Gastspiele. Ein Zeichen seiner Unabhängigkeit ist, dass er seine weltweit geschätzten Werke – für die er zum Teil keine Aufträge hatte – im eigenen Verlag veröffentlicht.

Hespos wurde im Laufe der Zeit zum gefragten Gastdozent. So arbeitete er unter anderem in Israel, Brasilien und den USA.
Auch in Deutschland erhielt er mehrere Lehraufträge. So war Hespos beispielsweise Dozent bei den internationalen Ferienkursen für neue Musik in Darmstadt und Gastprofessor in Bremen, sowie in Rostock.

Hespos wurde mit mehreren renommierten Preisen ausgezeichnet, wie z.B. dem Musikpreis der Stadt Mönchengladbach, dem Förderpreis der GEMA-Stiftung, dem Niedersächsischen Kunstpreis und dem Praetorius Kompositionspreis des Landes Niedersachsens. Eine besondere internationale Auszeichnung stellt unumstritten der Rompreis Villa Massimo dar. Seine über 200 Werke umfassen ein breites Spektrum und beinhalten neben der Kammermusik unter anderem auch Solokonzerte mit Orchester, Chor- und Bühnenwerke, sowie Elektroakustische Musik.

Verdient machte sich Hespos mit mehreren Gründungen. So legte er beispielsweise den Grundstein für die jährliche Konzertreihe „11.11 neue musik in Delmenhorst“ (1969). Auch die Veranstaltungsreihe „Kulturreibe Hoyerswege“ ging auf Hespos, gemeinsam gegründet mit Werner Scheitza, zurück (1982).

Seit 1991 ist Hespos Mitglied in der Freien Akademie der Künste in Hamburg. Die von Hespos komponierte Oper iOpal wurde von der Fachzeitschrift Opernwelt zur Opernuraufführung des Jahres 2005 gewählt. Im selben Jahr begründete die Freie Akademie der Künste in Berlin das „Hespos-Archiv“. Im Jahr 2006 ehrte die Bayerische Staatsbibliothek das Schaffen Hespos, indem sie sein Gesamtwerk aufnahm.


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