Rudolf von Jhering


Der deutsche Jurist Rudolf von Jhering wurde am 22. August 1818 in der ostfriesischen Stadt Aurich geboren und verstarb am 17. September 1892 mit 74 Jahren in der Stadt Göttingen in Niedersachsen.

Rudolf von Jhering entstammt einer Juristenfamilie, deren belegbare Wurzeln bis ins frühe 16. Jahrhundert zurückreichen. Nach dem Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten von Göttingen, München, Berlin und Heidelberg, der Promotion an der Universität von Berlin und Anstellungen als Professor an den Universitäten von Rostock, Kiel, Gießen und Basel, landete Rudolf von Jhering schließlich 1868 in der österreichischen Hauptstadt Wien. Seine bis zum heutigen Tag andauernde Bekanntheit begründete der Jurist ebendort vor allem mit einem berühmten Vortrag mit dem Titel “Der Kampf ums Recht”, der alleine innerhalb von zwei Jahren zwölf Auflagen erleben konnte und in über 25 Sprachen übersetzt wurde.

In seiner Zeit in Wien wurde der Jurist vom österreichischen Kaiser in den erblichen Adelsstand erhoben. Rudolf von Jhering blieb bis 1872 in Wien. Im Anschluss zog es ihn zurück an seine ehemalige Alma Mater, nämlich an die Universität zu Göttingen, diesmal jedoch natürlich nicht als Student, sondern als Lehrender. Er hatte an der Universität die Professur am Lehrstuhl für Rechtswissenschaften inne. Zwar wurde er im Verlauf seiner folgenden zwanzig letzten Lebensjahre erneut an andere Universitäten gerufen, Heidelberg etwa und Leipzig, doch er blieb Göttingen bis zu seinem Tod im Jahr 1892 treu.

An den großen Rechtswissenschaftler Rudolf von Jhering erinnern heute sowohl in Wien als auch in seiner Hauptwirkungsstätte Göttingen nach ihm benannte Straßen. In Göttingen wurde an seinem Wohnhaus außerdem noch eine Gedenktafel angebracht, um an sein Leben und Wirken zu erinnern.
Wichtige Werke von Rudolf von Jhering sind unter zahlreichen anderen: “Der Geist des römischen Rechts auf den verschiedenen Stufen seiner Entwicklung” (unvollendetes Werk in 4 Bänden, entstanden zwischen 1852 und 1865), “Der Zweck im Recht” (ebenfalls unvollendetes Werk in 2 Bänden, 1877 bis 1883 geschrieben), “Scherz und Ernst in der Jurisprudenz” (entstanden 1884), “Ueber den Grund des Besitzesschutzes” (1869 geschrieben) oder der bereits genannte Vortrag “Der Kampf ums Recht” (geschrieben im Jahr 1872).


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