Wilhelm René de l’Homme de Courbière


Der Generalfeldmarschall und Gouverneur des militärischen Bereichs Westpreußens Wilhelm René de l’Homme de Courbière lebte von 1733 bis 1811. Er wurde vor allem bekannt durch die erfolgreiche Verteidigung Graudenz‘, das heute zu Polen gehört. De Courbière war verheiratet und seine Nachkommen leben noch heute.

Wilhelm René de l’Homme de Courbière entstammte einer protestantischen Adelsfamilie aus Dauphiné – eine der Wiegen der französischen Revolution. Aufgrund ihres Glaubens musste die Familie jedoch nach Auflösung des Ediktes von Nantes Frankreich verlassen und zog in die Niederlande.
1747 erlangte de Courbière erste militärische Erfahrungen im Österreichischen Erbfolgekrieg. 1756 wurde er Hauptmann im Dienste Friedrichs II. von Preußen im Siebenjährigen Krieg. Er erhielt die Befehlsmacht über eine Kompanie des preußischen Führers Johann von Mayr und zeichnete sich 2 Jahre später bei der Belagerung von Schweidnitz aus. Aufgrund dieses Erfolges wurde Wilhelm René de l’Homme de Courbière noch im gleichen Jahr zum Major befördert und bekam die Befehlsgewalt über die freie Infanterie Colignon. Nach weiteren Erfolgen wurde de Coubière schließlich zum Oberstleutnant, dann zum Kommandanten von Emden und 1771 zum Oberst ernannt.

Wilhelm René de l’Homme de Courbière delegierte die preußischen Truppen während der Revolutionskriege gegen Frankreich und nahm 1792 erfolgreich die Stadt Verdun ein. Nachdem er auch den Kampf bei Pirmasens erfolgreich beschloss, wurde er 1797 zum General der Infanterie und ein Jahr später zum Graudenzer Gouverneur.
1806 unterlag der mittlerweile 73-Jährige mit seinen Truppen bei der Schlacht um Jena und Auerstedt seinen französischen Gegnern um Napoleon und Preußen brach zusammen. Trotzdem erzielte de Courbière einen großen Erfolg, da er Graudenz erfolgreich gegen Napoleon Bonapartes Truppen verteidigen und bis zum Unterschreiben des Tilsiter Friedensvertrages halten konnte – im Gegensatz dazu waren alle anderen Festungen von den Preußen ohne Widerstand aufgegeben worden.
1807 wurde Wilhelm René de l’Homme de Courbière schließlich der Rang des Feldmarschalls verliehen und mit dieser Auszeichnung hatte er alle preußischen Orden erhalten, die es gab. 1811 verstarb de Courbière in Graudenz, wo er auch nach dem Krieg wohnen geblieben war.


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