Großes Meer


Das Große Meer in Ostfriesland befindet sich zwischen Emden und Aurich. Das Meer ist im eigentlichen Sinne ein natürlich entstandener Binnensee bzw. ein Flachmoorsee. Durch die in Ostfriesland typischen Kanalanbindungen werden die Seen häufig als Meer bezeichnet. Der Flachmoorsee ist mit einer Größe von über 460 Hektar der größte See in dieser Gegend. Die Wassertiefe variiert zwischen 0,5 und 1,0 Meter, weshalb sich der See auch gut für Nichtschwimmer eignet. Das Große Meer teilt sich in einen Nord- und einen Südteil, die beide in etwa gleich groß sind. Im Nordteil können verschiedenste Sportarten und Freizeitaktivitäten betrieben werden, während der Südteil und das Loppersumer Meer unter Naturschutz stehen.

Die Freizeitaktivitäten, die im nördlichen Teil des Großen Meeres ausgeübt werden können sind sehr vielfältig. Surfer, Segler und Tretbootfahrer schätzen den See wegen seiner geringen Tiefe. Nur das Fahren mit einem Motorboot ist hier nicht gestattet, kann aber auf den vielen Wasserwegen um das Meer herum ausgeübt werden. Der teilweise starke Wind von der Nordsee bietet besonders für Segler und Surfer perfekte Bedingungen. Kanufahrer werden mit einem schönen Ausblick auf die Landschaft vom Wasser aus belohnt. Und für Angler bietet der See vor allem im Sommer, da sich das Wasser sehr schnell erwärmt, eine großartige Vielfalt an Fischen. Zander, Rotfedern, Karpfen, Brasse, Hechte und Aale haben ihr Zuhause im Großen Meer gefunden.

Außer dem Angel- und Wassersport werden hier Fahrradtouren und organisierte Schiffsausflüge angeboten. Aber auch Wandern und Nordic Walking am Festland, gehören zu den zahlreichen Freizeitaktivitäten, die sowohl von Urlaubern als auch von den Einheimischen ausgeübt werden. Wem die nötige Ausrüstung fehlt, kann sich praktisch alles ausleihen.

Auch im Winter ist das Große Meer gern besucht, weil der See wegen seiner geringen Tiefe sehr schnell zufriert und zu einem beliebten Eislaufplatz mit Glühwein- und Punschständen wird. Am Tag werden auch lange Eislauf-Touren angeboten, die mehrere Stunden dauern können.

Im südlichen Teil des Großen Meeres können seltene Pflanzen, Tiere und Vögel, wie der Storch, beobachtet werden. Seit 1974 ist dieser Teil des Sees ein Naturschutzgebiet und wird von etwa 2500 Hektar großem Landschaftsschutzgebiet umgeben. Das Befahren des Naturschutzgebiets mit Booten jeglicher Art ist nicht gestattet.


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