Rysum


Das Rundwarftendorf Rysum – ehemals Hrisingheim – in Ostfriesland liegt ca. 15 Kilometer vom Emder Stadtkern entfernt. Ende 2008 zählte das zur Gemeinde Krummhörn gehörende Rysum 730 Einwohner.

Im Prinzip ist das gesamte Dorf Rysum eine Sehenswürdigkeit, da es sich auf einem künstlichen Hügel befindet, daher stammt auch der Name Warftendorf. Das Dorf selbst befindet sich sechs Meter über dem Meeresspiegel und hat einen Durchmesser von etwa 400 Metern. Die hiesigen Dörfer wurden früher auf Hügeln gebaut, da es noch keine Deiche gab, die die Häuser bei Sturmflut schützten. In den Zingel, einen eingedeichten Wiesenbereich, wurden die Tiere bei Hochwasser getrieben.

In der Rysumer Kirche – auf dem höchsten Punkt des Dorfes – befindet sich die älteste bespielbare Orgel Nordeuropas, die noch in ihrem Grundbestand erhalten ist.

Bekannt ist Rysum auch für die typisch ostfriesisch gestalteten Vorgärten, die vor roten Backsteinhäusern blühen. Für den ländlichen Charme sorgen die etwas geduckt wirkenden Landarbeiter-Häuser, die stattlichen Bauernhöfe und eine wunderschöne Mühle, die heute noch den Nordseewind als Antriebskraft nutzt.

Die kleinen Gassen Rysums, die auch Lohnen genannt werden, laden zum Verweilen und zum Bummeln ein. Im Ortskern befinden sich ein Bäcker, ein Restaurant, eine Kneipe und ein Café. An jedem ersten Septembersonntag gibt es in Rysum einen Markt, der weit über die Grenzen von Rysum bekannt ist und viele Besucher anlockt.

Rysum wurde übrigens 1998 zum schönsten Dorf Niedersachsens gewählt.


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