Stadtteil Emden-Uphusen


Der Stadtteil Uphusen, zu dem die Stadtverwaltung – zumindest statistisch – auch den Stadtteil Marienwehr zählt, befindet sich im Osten Emdens.

Die erste lockere Besiedlung fand bereits im frühen Mittelalter statt, doch erst im Spätmittelalter sollten die einzelnen Siedlungen zu einer einzigen Warf verbunden werden. Im 15. Jahrhundert waren die benachbarten Orte Up- und Wolthusen unter Häuptling Wiard zu einer Herrlichkeit vereinigt. 1597 schließlich veräußerten seine Nachkommen diesen Besitz an die Stadt Emden.

Wie ganz Ostfriesland wurde auch Uphusen 1744 preußisches Staatsgebiet. Aus den penibel geführten Archiven der neuen Herren geht hervor, dass die Einwohnerzahl der Herrlichkeit Up- und Wolthusen im Jahre 1806 exakt 1019 betrug. Im Ort Uphusen dürften zu diesem Zeitpunkt zwischen 200 und 300 Einwohner gelebt haben.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Uphusen offiziell nach Emden eingemeindet. Emden sicherte den skeptischen Uphusern vertraglich zu, dass der künftige Stadtteil seinen Dorfcharakter behalten würde.

Heute wohnen etwa 800 Menschen in Uphusen, darunter übrigens (Stand 2012) lediglich 10 Ausländer. Uphusen besitzt keine nennenswerten wirtschaftlichen Betriebe, abgesehen von den größeren Landwirtschaftsbetrieben. Das Uphuser Meer als Wassersport- und Ferienhausrevier dient vielen Emdern als beliebtes Ausflugsziel.


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