Zwischenahner Meer


Zwischen der Ortschaft Dreibergen und dem Kurort Bad Zwischenahn im niedersächsischen Ammerland befindet sich das Zwischenahner Meer. Die sogenannte „Perle des Ammerlandes“ ist mit einem Umfang von ca. 10.5 km einer der größten Binnenseen in Niedersachsen­. Der See, der vor rund 250 Millionen Jahren entstanden ist, hat eine durchschnittliche Tiefe von ca. 3,5 m und einen Durchmesser von ca. 2,5 km.

Einer Legende nach wurde der See vom Teufel erschaffen, der einen Kirchenbau in Oldenburg verhindern wollte und deswegen mit einem Waldstück, welches er aus der Umgebung von Zwischenahn herausgerissen hatte, in Richtung Oldenburg flog. Er wurde hier aber von drei Hähnen vom Weg abgebracht und ließ daraufhin das Stück vor der Stadtgrenze fallen. An der Stelle in Zwischenahn, wo das Waldstück herausgerissen wurde, entstand später dann das Zwischenahner Meer.
Heute lockt der Binnensee gerade Naturliebhaber und Tierfreunde mit seiner herrlichen Flora und Fauna und mit unberührter Natur am Ostufer.

Ein Großteil des Ufers des Zwischenahner Meeres ist mit einem ca. 9 Meter breiten Schilfgürtel bewachsen. Da sich der ständige Bootsverkehr auf dem See negativ auf den Schilfwuchs auswirkte, wurde die Nutzung von Motorbooten auf dem See verboten. Dies hat sich auch positiv auf den übrigen Pflanzenwuchs in Ufernähe ausgewirkt, sodass jetzt unter anderem weiße Seerosen und Schwanenblumen das Ufer mit ihrer Blütenpracht verzieren.

Zudem ist der Binnensee auch Heimat vieler heute gefährdeter Vogelarten, wie zum Beispiel Eisvogel, Graureiher und Fischadler. Auch bietet der See Lebensraum für eine Vielzahl von Fischen, unter ihnen der Hecht und der Karpfen. In erster Linie werden allerdings Aale gefischt, da sie in geräucherter Form eine Spezialität des Ammerlandes darstellen.

Obwohl der Bootsverkehr stark eingeschränkt wurde, verbindet dennoch eine Fähre in den Monaten von April bis Mitte Oktober wichtige Punkte am Binnensee. Zudem verkehrt die sogenannte „Weiße Flotte“ mit vier Passagierschiffen auf dem See.
Mehrere ­Segelclubs, u.a. auch die Segelschule des Deutschen Jugendherbergswerks, sind am See angesiedelt. Da das Zwischenahner Meer sehr windig und böig ist, wird es auch gerne von Windsurfern in Anspruch genommen. Und natürlich ist der See auch ein Paradies für Freunde des Angelsports.


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