Fast 10.000 Seehunde leben im Wattenmeer


Der Seehundbestand im Niedersächsischen Wattenmeer hält sich auf hohem Niveau: Knapp 10.000 Seehunde sind in diesem Sommer während der Flüge im Wattengebiet zwischen Ems und Elbe erfasst worden – gezählt wurden 9.918 Tiere.

Damit ist das Ergebnis leicht unter dem bisherigen Spitzenwert von 9.946 aus dem Vorjahr geblieben. Auch der Nachwuchs mit 2.158 Jungtieren bleibt etwa auf Vorjahresniveau (2017- 2.212). Start der Flüge war am Donnerstag, 7. Juni, die letzten Flüge sollten am Montag, 20. August starten. Doch das Wetter war an diesem Tag dafür zu unbeständig. Nach insgesamt 15 Flügen steht das Ergebnis für Niedersachsens Küste nun fest.

„Die Seehunde machen einen gesunden und vitalen Eindruck“, sagt Prof. Dr. Eberhard Haunhorst, Präsident des Niedersächsischen Landesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES). Tiere, die an der Küste angespült oder sichtbar erkrankt eingeschläfert werden müssen, werden auch im LAVES Institut für Fische und Fischereierzeugnisse in Cuxhaven untersucht. „Bei diesen Untersuchungen hat sich gezeigt, dass es keine Hinweise auf mögliche Viruserkrankungen, wie zum Beispiel Seehundstaupe, gibt“, so Haunhorst weiter. Die Seehunde sind ein wichtiger Bioindikator für den einzigartigen Lebensraum Wattenmeer. „Anzahl und Gesundheitszustand lassen Rückschlüsse auf die Wasserqualität und auf den Fischbestand zu. Und damit eben auch auf das empfindliche Lebensmittel Fisch“, erläutert der Tierarzt.