Amnestieregelung für illegalen Waffenbesitz nur noch bis Sonntag


Die Bundesrepublik ist bemüht, die Anzahl der sich im Besitz von Privatpersonen befindlichen Waffen möglichst klein zu halten. Es besteht daher ein restriktives Waffenrecht. Im Rahmen einer Strafverzichtsregelung wurde 2017 jedoch eine Amnestie eingerichtet: Personen, die unerlaubt Waffen oder Munition besitzen, können diese straffrei bei der zuständigen Behörde oder Polizeidienststelle abgeben. Diese Regelung läuft nunmehr aus. Für einen wirksamen Strafverzicht muss daher der Besitzer seine Waffe oder Munition bis spätestens 1. Juli dieses Jahres an die zuständige Stelle übergeben.

Diese Regelung soll insbesondere Personen zu Gute kommen, die auf legale Weise – beispielsweise im Falle eines Erbfalls oder Fundes – in den Besitz einer Waffe oder Munition gekommen sind. “Die Waffenbesitzer können sich im Rahmen der Amnestieregelung guten Gewissens ihrer Waffen entledigen, ohne strafrechtliche Konsequenzen fürchten zu müssen”, so Martin Wegbünder, Fachdienstleiter Öffentliche Sicherheit und Ordnung. Der Fachdienst ist bei der Stadt Emden für die Entgegennahme der Waffen zuständig.

Die Amnestieregelung umfasst auch das Führen einer illegalen Waffe auf dem direkten Weg zur Übergabe an die zuständige Behörde oder Polizeidienststelle. Bei Rückfragen steht die zuständige Sachbearbeiterin, Frau Doden, unter der Telefonnummer 04921/871529 in den Vormittagsstunden zur Verfügung. Es besteht gegebenenfalls auch die Möglichkeit, die Waffen und Munition abholen zu lassen.