Aufklärungsquote steigt – Internetkriminalität legt enorm zu


Die Aufklärungsquote bei in Niedersachsen begangenen Straftaten ist erstmals deutlich über 60 Prozent gestiegen. Dies teilte Innenminister Uwe
Schünemann am Montag in Hannover bei der Vorstellung der Polizeilichen
Kriminalitätsstatistik 2010 mit. „Niedersachsen zählt im Bundesvergleich zu den sichersten Ländern“, so Schünemann. Zugleich hat es allerdings einen starken Anstieg der Internetkriminalität um über 55% gegeben.

Die Aufklärungsquote der Polizeilichen Kriminalitätsstatistik erreicht mit 62,91 Prozent (2009: 59,97) in Niedersachsen den bisherigen Höchststand. Die Anzahl der registrierten Straftaten sinkt mit 582.547 Fällen (2009: 590.233) auf den niedrigsten Stand seit 2001. Die Häufigkeitszahl, also die Anzahl der Straften pro 100.000 Einwohner, sinkt auf 7.347, den niedrigsten Wert der letzten sieben Jahre.
“Besonders freut mich, dass wir dieses tolle Ergebnis trotz der hohen Einsatzbelastung wie z. B. dem Castortransport und den Fußballeinsätzen erreichen
konnten“, sagte der Innenminister.

Bedenklich allerdings ist die Entwicklung bei der Internetkriminalität. Die Anzahl der Fälle, die im Kontext mit dem Tatmittel „Internet“ stehen, ist gegenüber dem Vorjahr auf 48.275 Fälle (+55,18 Prozent) angewachsen. Der Anteil am Gesamtstraftatenaufkommen stieg somit in einem Jahr von 5,27 Prozent auf 8,28 Prozent. Bei etwa 80 Prozent der Fälle handelt es sich nach Auskunft des Innenministeriums um Fälle von Betrug, die zu den Vermögens- und Fälschungsdelikten gezählt werden. Allein mit diesen Betrugsdelikten sei eine Schadenssumme von annähernd 30 Millionen Euro verursacht worden.
Dazu gehören beispielsweise das „Phishing“ im Zusammenhang mit dem Online-Banking oder das „Skimming“ an Geldausgabeautomaten.


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