Bornemann für Weiterentwicklung von TKMS in Emden


Der Betriebsrat von ThyssenKrupp Marine Systems (TKMS) und die IG Metall haben Oberbürgermeister Bernd Bornemann und dem Ersten Stadtrat Horst Jahnke das Konzept zur Sicherung des Standortes Emden vorgestellt.

Alle sind sich einig: Die vom TKMS geplante Schließung des Standortes Emden macht aus wirtschaftlichen Gründen keinen Sinn, die dadurch entstehenden immensen Kosten können in keinster Weise erwirtschaftet werden.

Bornemann: “Ökonomisch ist die sogenannte “Integration” des Emder Standortes, also dessen Schließung, nicht darstellbar. Das weiß auch die Geschäftsführung. Deshalb spricht sie nur von strategischen Gründen. Aber auch diese sind nicht zu erkennen, wenn man sich die Fakten vor Augen führt.” Vielmehr bestehe für den ThyssenKrupp Konzern die Gefahr, erhebliche Schlüsselkompetenzen insbesondere für künftige Aufträge, wie den Bau des MKS 180 und mögliche Exportaufträge, zu verlieren. Das gebündelte Know-How am Standort Emden würde durch die von der Geschäftsführung vorgeschlagene Integration in andere Standorte in einem hohen Maße verloren gehen. Emden sollte, wie von den Betriebsräten und der IG Metall vorgeschlagen, vielmehr als Fertigungsstandort für Spezial- und Sonderschiffbau und als Reparatur- und Fertigungsstandort für den Unterwasserbereich im Rahmen eines Center of Competence weiterentwickelt werden.

Es sei nachvollziehbar, dass es zu einer Reorganisation und Modernisierung des Unternehmens TKMS kommen müsse, damit ThyssenKrupp weiterhin eine herausragende Stellung im nationalen und internationalen Schiffbau einnehmen könne. Dabei sollte der Vorstand allerdings berücksichtigen, dass eine Schließung des Standortes Emden die bestehenden Probleme eher deutlich verschärfen würde. Bornemann und Jahnke fordern deshalb, dass der Standort Emden in einer Langfristperspektive zukunftsfähig aufgestellt wird.


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