Deutlicher Rückgang bei politisch motivierter Kriminalität


Die politisch motivierten Straftaten sind in Niedersachsen vergangenes Jahr auf 2.717 Fälle zurückgegangen, im Vorjahr waren es noch 4.096. Das ist ein Rückgang von rund 34 Prozent. Gewaltstraftaten sind gegenüber dem Jahr 2016 sogar um rund 59 Prozent auf 164 gesunken.

Im Bereich der rechtsmotivierten Gewalt wurden 50 Delikte (-57,63 Prozent) festgestellt, auf linksmotivierte Gewaltkriminalität entfielen 80 Delikte (-64,76 Prozent). Gewaltdelikte aus der Motivation einer ausländischen Ideologie und einer religiösen Ideologie umfassten 20 Delikte. Diese wurden im vergangenen Jahr noch zusammengefasst unter politisch motivierter Ausländerkriminalität und lagen bei 37 Delikten.

Die Zahl nicht zuzuordnender Straftaten im Bereich der politisch motivierten Kriminalität ist im Jahr 2017 mit 529 Delikten um insgesamt 42 Taten angestiegen. Fast die Hälfte dieser Taten wurden im Zusammenhang mit der Bundestags- und Landtagswahl im Herbst vergangenen Jahres begangen, insbesondere durch Sachbeschädigungen und Diebstähle von Wahlkampfplakaten und ähnlichen Gegenständen.

Immer häufiger fallen sogenannte Reichsbürger und Selbstverwalter auf. Die niedersächsischen Sicherheitsbehörden gehen von etwa 1.400 Personen in diesem Spektrum aus. Ihnen werden für das Jahr 2017 69 Straftaten zugeschrieben, bei denen es sich überwiegend um Nötigungen und Beleidigungen handelt.


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