Emden sucht einen neuen OB


Bernd Bornemann hat erklärt, dass er nicht erneut für das Amt des Emder Oberbürgermeisters kandidieren wird.

Als Grund für diese Entscheidung gab er auf einer Pressekonferenz private Überlegungen an. So würde Bornemann – im Falle einer Wiederwahl – selbst bei einer auf fünf Jahre reduzierten Amtszeit am Ende das stattliche Alter von 70 Jahren erreicht haben.

Ein weiterer Grund kann auch sein, dass Bornemann in weiten Teilen der Bevölkerung nie das Ansehen und schon gar nicht die politische Statur seines Vorgängers erreichen konnte. Für eine Wiederwahl gäbe es daher keine Garantie. Zudem haben sich die politischen Verhältnisse in der Stadt seit der letzten Wahl erheblich geändert. Bornemanns Partei, die SPD, kann nach dem Kommunalwahl-Desaster offenbar keine Massen mehr mobilisieren.

Das können die sogenannten bürgerlichen Parteien im Emder Rat aber derzeit auch kaum. Ein von der GfE empfohlener Kandidat dürfte aktuell eher auf Ablehnung bei den Emdern stoßen. Schließlich ist die Partei seit ihrem Einzug in den Rat überaus blass geblieben und dürfte die Erwartungen zahlreicher Wähler nicht ansatzweise erfüllt haben.

Vielleicht profitiert ja letztlich doch die SPD von dem Unmut über die GfE und kann der Bevölkerung einen Bewerber schmackhaft machen. Ein profiliertes Eigengewächs ist allerdings nirgends zu entdecken. Aber: Bernd Bornemann ist ja auch gewählt worden…