Emden und Leer beteiligen sich an Öko-Projekt


Unternehmen die Möglichkeit bieten, die Energieeffizienz im eigenen Betrieb zu optimieren, dabei von den Erfahrungen anderer zu profitieren und zugleich einen Beitrag zur Energiewende zu leisten – das ist das Ziel des Projekts „Ökoprofit-Energie“.

Als erste Kommunen im Nordwesten wollen sich jetzt auch die Städte Emden und Leer in Zusammenarbeit mit der Initiative greentech OSTFRIESLAND daran beteiligen. Die Partner werden zu diesem Zweck ein Netzwerk aus regionalen Unternehmen gründen – und mit dem Fokus auf das Thema Energie starten.

Bei Ökoprofit (Ökologisches Projekt für Integrierte Umwelttechnik) handelt es sich um ein Label, das seinen Ursprung in Österreich hat und vor einigen Jahren auch in Deutschland eingeführt wurde. Mit großem Erfolg: Inzwischen nehmen jährlich bundesweit mehr als 100 Kommunen und über 3000 Betriebe daran teil.

Um bei Ökoprofit mitzumachen, haben die Städte Emden und Leer die erforderlichen Lizenzen erworben und sind damit Träger des Kooperationsprojekts. greentech OSTFRIESLAND, eine Initiative zur Bündelung der grünen Technologien in der Region, fungiert als Schirmherr. „Unser Ziel ist es, möglichst viele Unternehmen zusammen zu bekommen, die sich durch ein Energieaudit für die Verleihung des ÖKOPROFIT-Siegels qualifizieren“, so Dr. Stephan Kotzur von greentech OSTFRIESLAND. Die Leeraner Bürgermeisterin Beatrix Kuhl und Emdens Oberbürgermeister Bernd Bornemann möchten dieses Vorhaben für ihre Kommunen bestmöglich unterstützen, wie sie am Donnerstag betonten.

Was vielen Unternehmern noch nicht bekannt ist: Seit dem Jahr 2015 sind Firmen mit mehr als 250 Beschäftigten und einem entsprechend hohem Jahresumsatz sogar gesetzlich dazu verpflichtet, ein Energieaudit durchzuführen. Dies gilt für kleine und mittelständische Unternehmen zwar nicht – diese können jedoch für bis zu 80 Prozent der Beratungskosten eine Förderung beantragen.

Wie Kotzur ankündigte, wolle man Ökoprofit-Energie als „Start“ nutzen, um die Aktivitäten im weiteren Verlauf auf die gesamte Bandbreite der Ressourceneffizienz im Ökoprofit Gesamtprogramm auszuweiten. Zu den ersten Firmen des Netzwerks gehören die AG Ems in Emden und die CB Energie GmbH aus Leer.

Das Projekt läuft ein Jahr lang. In diesem Zeitraum wird es vier Netzwerktreffen geben, die jeweils bei einem der teilnehmenden Unternehmen stattfinden. „Wir haben in unserer Region genug Kompetenzen, um dieses Projekt erfolgreich umzusetzen“, so Prof. Dr. Gerhard Kreutz, Präsident der Hochschule Emden/Leer und Initialzünder von greentech OSTFRIESLAND. Die Auftaktveranstaltung ist für den Frühsommer geplant.
(Bild:Hochschule Emden/Leer)


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