Grüne: Emden soll gentechnikfreie Zone werden


Emden soll sich der Initiative “Gentechnikfreie Regionen” anschließen. Dies fordert die Emder Grünen-Fraktion in einem Antrag an den Rat. “Die Stadt Emden sollte sich für eine gesunde Natur und Ernährung einsetzen und die Zukunft der Landwirtschaft durch die Vermeidung des Anbaus und der Verwendung von gentechnikveränderten Kulturen sichern”, begründet Fraktionssprecher Bernd Renken den Antrag. Folgende Vorschläge haben die Grünen formuliert:

Erstens: Die Stadt Emden trägt in ihren eigenen Einrichtungen dafür Sorge, dass nur gentechnikfreie Lebensmittel angeboten werden. Dies betrifft vor allem Kindergärten und Schulen. In das von der Verwaltung in Auftrag gegebene Essenkonzept für Kitas und Schulen soll dies aufgenommen werden und damit auch über die städtische Trägerschaft hinaus Geltung haben.

Zweitens: Die Stadt Emden strebt an, mit allen landwirtschaftlichen Grundbesitzern und auf dem Gebiet der Stadt tätigen Landwirten den Verzicht auf Einsatz und Freisetzung gentechnisch veränderter Organismen (GVO) über das Instrument der freiwilligen Selbstverpflichtung (“Gentechnikfreie Region”) zu vereinbaren.

Zahlreiche Städte, Gemeinden und Landkreise haben bereits solche Beschlüsse gefasst und Regelungen beschlossen, um den Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen auf ihren Grundstücken auszuschließen. Bundesweit haben sich bislang 256 Landkreise und Gemeinden, darunter Hannover, Lüneburg und Osnabrück, zur Gentechnikfreien Zone erklärt.


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