Insulaner entrichten die höchsten Grundsteuern


Den Berechnungen des Landesamtes für Statistik zufolge entrichteten im Jahr 2017 die Einwohner der Inseln Baltrum (626 Euro) und Spiekeroog (341 Euro) die höchsten Pro-Kopf-Grundsteuern, gefolgt vom Nordseeheilbad Neuharlingersiel (331 Euro).

Alle ostfriesischen Inseln, mit Ausnahme Norderneys, befanden sich unter den 11 Gemeinden Niedersachsens mit dem höchsten Grundsteueraufkommen je Einwohner. Die Landeshauptstadt Hannover belegte hier mit 277 Euro Platz 9. Die geringsten Pro-Kopf-Grundsteueraufkommen wurden im Jahr 2017 in der Gemeinde Freistatt (67 Euro) und im gemeindefreien Bezirk Osterheide (25 Euro) erzielt.

Insgesamt konnten die Gemeinden in Niedersachsen 2017 über die Grundsteuern 1.415 Millionen Euro einnehmen. Davon entfielen 71 Millionen Euro auf die Grundsteuer A, also für Grundstücke der Land- und Forstwirtschaft, und 1.344 Millionen Euro auf die Grundsteuer B für bebaute oder bebaubare Grundstücke und Gebäude. Diese Steuereinnahmen entsprechen einem durchschnittlichen Aufkommen von 8,96 Euro je Einwohnerin und Einwohner bei der Grundsteuer A und 169,09 Euro bei der Grundsteuer B. Zu den gesamten Steuereinnahmen trugen die Grundsteuern damit ein Anteil von 14,9 Prozent bei.

Da sich die Flächen in den Gemeinden naturgemäß kaum ändern bilden die Grundsteuern eine stetige Einnahmequelle. Dennoch wuchs das Aufkommen gegenüber dem Vorjahr um 2,2 Prozent und gegenüber dem Jahr 2007 sogar um 26,3 Prozent. Die Steigerungen ergeben sich in erster Linie durch Hebesatzänderungen, aber auch durch eine Erhöhung der Einheitswerte infolge neuer Bebauung.


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