Mehr Arbeitslose in Emden zum Jahresende


“Der frühe Winter mit Frost und Schnee hat deutliche Spuren auf dem hiesigen Arbeitsmarkt hinterlassen,“ erklärt Rudolf Sievers, Vorsitzender der Geschäftsführung in der Agentur für Arbeit Emden. Die Bilanz gegenüber den Vorjahresergebnissen sei aber weiterhin positiv.

Im Dezember waren im Bezirk der Agentur für Arbeit in Emden, Norden, Aurich und Wittmund sowie auf den Inseln insgesamt 12.864 Personen arbeitslos gemeldet. Die Zahl der Arbeitslosen stieg seit November um 1.421 Personen oder 12,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahresmonat gab es jedoch 601 Arbeitslose weniger, was einem Rückgang um 4,5 Prozent entspricht. Die Arbeitslosenquote – berechnet auf Basis aller zivilen Erwerbspersonen – stieg im Dezember von 7,8 auf aktuell 8,8 Prozent. Vor einem Jahr hatte sie noch bei 9,2 Prozent gelegen.

„Vor allem im Garten- und Landschaftsbau, in der Landwirtschaft, aber auch auf vielen Baustellen musste die Arbeit ungewöhnlich früh eingestellt werden. Sofern Beschäftigte kein Saisonkurzarbeitergeld beziehen, wird ihnen oft den Winter über gekündigt. Das schlägt sich dann entsprechend bei den Arbeitslosenzahlen nieder,“ sagt Sievers. Hinzu kämen weitere Arbeitslosmeldungen im Hotel- und Gaststättengewerbe. „Ausfälle hat es auch in der Leiharbeit gegeben. Hier mussten Arbeitgeber kurzfristig auf logistische Probleme aufgrund des Wintereinbruches reagieren,“ erläutert Sievers. Da die Winterarbeitslosigkeit überwiegend die männerdominierten Bereiche trifft, waren Männer stärker betroffen als Frauen.

„Ob es daneben auch eine konjunkturelle Abflachung gibt, lässt sich angesichts der witterungsbedingten Belastung des hiesigen Arbeitsmarktes nur schwer ausmachen,“ so Sievers. Nach Auslaufen der Konjunkturprogramme bliebe abzuwarten, ob sich beispielsweise im Baugewerbe der Arbeitsmarkt stabilisiere und zur Normalität zurückkehre. Fakt sei, dass im vergangenen Monat 935 neue Stellen quer durch alle Bereiche zur Vermittlung durch den Arbeitsgeberservice gemeldet wurden. Seit Jahresbeginn sind 11.122 Stellen eingegangen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 1.630 oder 17,2 Prozent.


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