Nach Havarie: Gefahrgut-Container sollen besser gesichert werden


Die Landesregierung hat in ihrer heutigen Sitzung eine Bundesratsinitiative zum Transport von Gefahrgut auf Großcontainerschiffen auf den Weg gebracht. Die von Umweltminister Olaf Lies angeschobene Initiative sieht vor, den Transport von Gefahrgut auf Großcontainerschiffen zu verbessern und eventuelle Schadenereignisse schneller beherrschbar zu gestalten.

Gefahrgut-Container sollen besser gesichert und mit Peilsendern ausgestattet werden. Zudem wird der Bund gebeten, sich auf internationaler Ebene für eine Verschärfung von Schifffahrtsrouten-Regelungen im küstennahen Bereich einzusetzen.

Havarien großer Containerschiffe können wegen der mitgeführten Ladung, aber auch aufgrund der an Bord vorhandenen Treibstoffvorräte große Umweltschäden hervorrufen. Nach der Anlaufbedingungsverordnung (AnlBV) sind bereits jetzt Tankschiffe und Gastankschiffe bestimmter Größenordnungen dazu verpflichtet, das küstenfernere Verkehrstrennungsgebiet „German Bight Western Approach“ vor der deutschen Küste mit größerer Wassertiefe zu befahren. Um küstennahe Havarien wie die der „MSC ZOE“ zu vermeiden, sollte nach Auffassung der Regierung eine Verschärfung von Schifffahrtsrouten-Regelungen international geprüft werden.