Neues Aktionsprogramm zum Meeresschutz


Umweltminister Olaf Lies hat gestern ein neues Aktionsprogramm zum Meeresschutz vorgelegt. Das bestehende Programm wurde aktualisiert und ergänzt. Das Programm umfasst nun 11 Einzelpunkte, die in den nächsten Jahren mit Priorität umgesetzt werden sollen, um die niedersächsischen Meeresgewässer besser zu schützen und ihren Zustand zu verbessern.

Bei einer Kutterfahrt mit Muschelfischern kündigte der Minister ein Forschungsprojekt zu einem ökologischen Sedimentmanagement an der Ems an. „Die Ablagerung von Sedimenten ist ein großes Problem der Muschelfischerei. Daher legen wir jetzt das Forschungsprogramm auf, das betrachten soll, wie die Ablagerungen ökologisch sinnvoll gelenkt werden können, um einerseits Verschlickung zu vermeiden und andererseits dort, wo es benötigt wird, den natürlichen Anwuchs des Meeresbodens oder der Salzwiesen zu unterstützen”, sagte der Minister. Zudem soll die Wiederbelebung von Seegraspopulationen erforscht werden. Eine aktuelle Bestandsaufnahme zeige, dass die deutsche Nordsee den geforderten guten Zustand bislang nicht erreiche und weitere Anstrengungen vonnöten seien.

Das 11-Punkte-Programm zum Meeresschutz in Niedersachsen:
Bekämpfung von Meeresmüll
Ökologisches Sedimentmanagement
Reduzierung der Nährstoffeinträge
Reduzierung der Schadstoffeinträge
Verbesserung der Havarievorsorge und -bekämpfung
Meeresforschung
Meeresmonitoring und Vermittlung von Umweltinformationen
Umweltfreundliche Seeschifffahrt
Umgang mit Munition in der Nordsee
Bund-Länder-Vereinbarung zum Meeresschutz
Einrichtung einer Geschäftsstelle Meeresschutz


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