Ostfriesland: Saisonbedingt mehr Arbeitslose


“Zu Jahresbeginn haben wir in Ostfriesland wieder die besonders stark ausgeprägten saisonalen Effekte zu spüren bekommen,“ erläutert Roland Dupák, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Emden-Leer, bei der Bekanntgabe der ersten Arbeitsmarktdaten für das Jahr 2019.

Für Januar ist der Anstieg typisch und liegt im üblichen Rahmen. Hinzu kommt, dass zum Jahreswechsel in den Unternehmen häufig befristete Arbeitsverhältnisse enden. „Außerdem baut der Handel regelmäßig nach Ende des Weihnachtsgeschäftes wieder Stellen ab,“ erklärt Dupák. Die Winterpause in der Tourismusbranche zeige ebenfalls deutliche Auswirkungen.

„Der Arbeitsmarkt knüpft an die positive Entwicklung des letzten Jahres an. Die Prognosen gehen auch für 2019 von einem moderaten Wirtschaftswachstum aus, so dass mit einer Fortsetzung des Beschäftigungswachstums gerechnet werden kann,“ stellt Dupák fest. Die Arbeitslosigkeit liegt seit September 2014 konstant unter dem Vorjahr, was für eine weiterhin stabile Entwicklung des Arbeitsmarktes spricht.

Im Januar waren bei der Agentur für Arbeit Emden-Leer mit den ange-schlossenen Geschäftsstellen und bei den für die Grundsicherung zuständigen Jobcentern in Leer, Emden, Norden, Aurich und Wittmund insgesamt 17.570 Personen arbeitslos gemeldet, 1.914 bzw. 12,2 Prozent mehr als im Dezember. Die Zahlen im Vorjahresvergleich (-918 Personen bzw. -5,0 Prozent) sind weiter rückläufig. Die Arbeitslosenquote liegt mit 7,1 Prozent unter dem Vorjahresniveau (2018: 7,6 Prozent).