Umschlag in Seehäfen wächst um 10 Prozent


Erfreulicher Trend für Niedersachsens Seehäfen: Mit einem Umschlag von insgesamt 53,4 Millionen Tonnen verzeichnen die Seehäfen für 2017 einen Zuwachs von zehn Prozent gegenüber 2016. Dabei konnte der Umschlag von Massengütern, wie etwa Rohöl und Kohle, aber auch von Stückgütern und Neufahrzeugen gesteigert werden.

Dazu erklärte Niedersachsens Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann während der heutigen gemeinsamen Jahrespressekonferenz mit Niedersachsen Ports und Seaports of Niedersachsen in Oldenburg: „Niedersachsens Seehäfen verzeichnen insgesamt eine sehr positive Entwicklung. Die Leistungsfähigkeit und die hohen Kundenorientierung der Hafenumschlagsunternehmen tragen dazu bei, dass Niedersachsen ein innovativer, leistungsstarker und international wettbewerbsfähiger maritimer Standort ist, der für die exportorientierte deutsche Wirtschaft eine besondere Bedeutung besitzt.”

Um die komplexer werdenden Logistikprozesse auf den globalisierten Märkten und die Wertschöpfungsketten zu optimieren, müssten auch die niedersächsischen Seehäfen stärker auf Digitalisierung und neue Kommunikationstechnologien setzen, sagte Althusmann. Die landeseigene Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts werde daher noch in diesem Jahr die Netzanbindung mittels WLan in den Häfen Brake und Wilhelmshaven ausbauen.

Zu den zukünftigen Herausforderungen zähle auch der Aufbau einer Infrastruktur für Flüssigerdgas LNG. „Auf dem globalen Gasmarkt spielt LNG zunehmend einer wichtigere Rolle als Pipelinegas. Weltweit sind bereits 36 Länder LNG-Importeure, Tendenz steigend”, erklärte Althusmann. Niedersachsen verfüge mit seiner Hafeninfrastruktur, seinen Untergrundgasspeicherkapazitäten und seinem Zugang zu transeuropäischen Gasnetzen über ausgezeichnete Voraussetzungen, um LNG-Importterminals an der Küste zu errichten. Die Landesregierung werde sich bei der neuen Bundesregierung intensiv für ein nachhaltig attraktives Investitionsklima für LNG-Terminals einsetzen. Außerdem würden gemeinsam mit der Hafeninfrastrukturgesellschaft NPorts die Möglichkeiten der Bereitstellung geeigneter Flächen geprüft werden, um privatwirtschaftliche Investitionen zur Verbesserung der LNG-Versorgung in den niedersächsischen Häfen zu unterstützen, sagte der Wirtschaftsminister.


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