Weniger Einbrüche in Niedersachsen


Die Einbruchszahlen in Niedersachsen gehen weiter zurück. Nachdem die Zahl der Wohnungseinbrüche im vergangenen Jahr bereits um 17 Prozent gesunken war, lassen die bisherigen statistischen Daten für das Jahr 2018 einen weiteren Rückgang um voraussichtlich deutlich mehr als zehn Prozent erwarten.

Diesen positiven Trend stellte der Niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, heute in Hannover vor. Gemeinsam mit dem Leiter des Referats für Kriminalitätsbekämpfung im Landespolizeipräsidium, Dirk Pejril, und dem Vertreter der Technischen Prävention der Polizeidirektion Hannover, Michael Fritsch, präsentierte der Minister zudem zahlreiche polizeiliche und präventive Maßnahmen im Zusammenhang mit Wohnungseinbrüchen.

Der Minister sagte: „Ein Einbruch in die eigenen vier Wände ist ein massiver Eingriff in den persönlichen Lebensbereich der Opfer. Mit den oft schwerwiegenden psychischen Folgen haben die Betroffenen oftmals lange zu kämpfen. Auch wenn wir in Niedersachsen die geringste Kriminalitätsbelastung seit 35 Jahren haben, ist jeder Einbruch einer zu viel. Wir werden deshalb gemeinsam mit unseren Polizistinnen und Polizisten weiter intensiv daran arbeiten, den Einbrechern das Leben so schwer wie möglich zu machen.“

Nach einem zunächst vergleichsweise leichten Rückgang der Fallzahlen um gut ein Prozent seit Ende 2016 auf 16.405 Fälle wurde im vergangenen Jahr eine sehr deutliche Abnahme um weitere 17 Prozent auf zuletzt deutlich unter 14.000 Wohnungseinbruchdiebstähle registriert. Den vorliegenden vorläufigen Zahlen zufolge ist bei der Vorstellung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) im Frühjahr 2019 erneut eine Abnahme der Zahlen um deutlich über zehn Prozent zu erwarten.

Das Phänomen Wohnungseinbruchdiebstahl war schon in den vergangenen Jahren Schwerpunkt diverser polizeilicher Maßnahmen und Strategien. Beispiele sind die Erhöhung der polizeilichen Präsenz an Brennpunkten, optimierte Analysemöglichkeiten oder verbesserte Tatortarbeit – also die intensive Spurensuche und Spurensicherung. Außerdem haben spezielle Fahndungs- und Kontrollmaßnahmen dazu beigetragen, Tatserien noch früher zu erkennen und so zu beenden. Allein seit 2013 wurden bei der Polizei zur Bekämpfung der Einbruchskriminalität in Niedersachsen gut 100 spezielle Ermittlungsgruppen eingerichtet.

Auch die internationale Kooperation wurde in den vergangenen Jahren gezielt intensiviert. Zusätzlich wurde der Opferschutz verbessert und das mögliche Strafmaß für Wohnungseinbrüche deutlich angehoben. Die Mindeststrafe für einen Wohnungseinbruchdiebstahl liegt jetzt bei einem Jahr, zudem gilt die Tat mittlerweile als Verbrechen.

Im Rahmen des Termins wies der Minister noch einmal darauf hin, dass neben den polizeilichen Maßnahmen auch effektive Maßnahmen der Bewohnerinnen und Bewohner sinnvoll sind. „Natürlich ist es zuallererst Aufgabe des Staates und der Polizei, Wohnungseinbrüche zu verhindern und die Täter zu stellen. Aber auch jeder Einzelne kann eine Menge gegen Wohnungseinbrüche tun“, so der Minister. „Einbrecher haben es immer eilig und nutzen günstige Gelegenheiten, um in die Wohnung oder das Haus einzudringen. Das heißt: Umso sicherer Fenster und Türen sind, desto mehr Zeit brauchen die Einbrecher, diese Riegel zu knacken. Zeit, die Einbrecher nicht haben!“