Weniger Straftaten in Niedersachsen


„Die Entwicklung der Sicherheitslage in Niedersachsen ist sehr positiv”, so der niedersächsische Minister für Inneres und Sport, Boris Pistorius, bei der heutigen Vorstellung der polizeilichen Kriminalstatistik für das Jahr 2017.

Die Anzahl der registrierten Straftaten ist insgesamt auf 526.120 Fälle zurückgegangen, dies entspricht einem Rückgang von etwa 6,4 Prozent. Lässt man bei den Fallzahlen die ausländerrechtlichen Verstöße, wie die unerlaubte Einreise und den unerlaubten Aufenthalt, die in den Vorjahren infolge des starken Zuzugs von Flüchtlingen vermehrt registriert wurden, unberücksichtigt, ergibt sich im Vorjahresvergleich immer noch ein deutlicher Rückgang auf insgesamt 518.740 bekannt gewordene Straftaten. Die Aufklärungsquote konnte gegenüber dem Vorjahr leicht auf 62,3% verbessert werden, den zweithöchsten Stand der vergangenen zehn Jahre.

Einen starken Rückgang gab es bei der Zahl der Wohnungseinbrüche. Während die Zahl der Einbrüche im Jahr 2016 noch bei 16.405 Fällen lag, wurden im Jahr 2017 nur noch 13.595 Einbrüche gemeldet. „Dieser Rückgang ist äußerst erfreulich und zeigt, dass die vielfältigen Maßnahmen der Polizei Wirkung entfalten”, so Minister Pistorius.

Auch die Zahl der tatverdächtigen Flüchtlinge ist erkennbar zurückgegangen. Lässt man die ausländerrechtlichen Verstöße unberücksichtigt, wurden im Vergleich zum Vorjahr nur noch 17.403 Personen, die sich als Flüchtling in Niedersachsen aufhielten, also 1.252 weniger als noch im Jahr 2016, als Tatverdächtige einer Straftat ermittelt. Die überwiegende Mehrheit der geflüchteten Menschen tritt nach wie vor nicht polizeilich in Erscheinung.

Die Kriminalität von Minderjährigen hat nach zehn Jahren beständigen Rückgangs erstmals wieder zugenommen. Die Anzahl der aufgeklärten Fälle mit minderjährigen Tatverdächtigen ist von 34.480 auf 35.900 gestiegen. Minister Pistorius: „Wir haben zwar immer noch gut ein Drittel weniger Fälle als vor zehn Jahren. Dennoch sehe ich Anstiege in diesem Bereich mit besonderer Besorgnis, schließlich gilt es hier, das Entstehen krimineller Karrieren schon im Ansatz zu verhindern.”

Wie in den vergangenen Jahren liegen die Schwerpunkte der Kinder- und Jugendkriminalität mit 9.689 minderjährigen Tatverdächtigen im Bereich der Diebstahlsdelikte, gefolgt von Rohheitsdelikten wie Körperverletzung mit 7.327 minderjährigen Tatverdächtigen.


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