Windkraftanlage vor Borkum wird repariert


Aus bisher noch nicht vollständig geklärter Ursache waren am 6. April große Teile des Gondelgehäuses einer Anlage im Windpark alpha ventus vor Borkum ins Meer gefallen. Personen kamen dabei nicht zu Schaden, eine Gefährdung der Umwelt war nach Auskunft des Betreibers wegen der nur geringen Mengen an Betriebsmitteln im Gondelgehäuse nicht gegeben. Die übrigen fünf Windenergieanlagen des Herstellers befinden sich seither vorsichtshalber im Standby-Betrieb und sind für Wartungsarbeiten gesperrt.

Um den Austausch der beschädigten Gondel vorzubereiten, beginnen in Kürze die Arbeiten im Windpark: Zunächst wird mit Hilfe einer hydraulischen Gangway der Zugang hergestellt. Speziell ausgebildete Industriekletterer werden die technischen Komponenten gegen Herabfallen sichern oder entfernen. Im Anschluss werden die versunkenen Teile des Gondelgehäuses vom Meeresgrund geborgen sowie die elektrische Versorgung der Windenergieanlage wieder hergestellt. Im nächsten Schritt werden Gondel und Rotorstern in eine Position gedreht, die die Demontage des Rotorsterns und den Austausch der Gondel erlauben.

Die beschädigte Gondel wird nach Ausführung des Gondeltauschs beim Hersteller Adwen in Bremerhaven im Detail untersucht, um Rückschlüsse auf die genaue Schadensursache zu erhalten. Klar ist bislang, dass die Haltebolzen des Gondelträgers gebrochen oder gerissen sind – nicht aber, warum dies geschah.


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