Wirtschaftsminister Bode will weiter in Seehäfen investieren


Auf der Jahrespressekonferenz der Niedersächsischen Seehäfen hat Wirtschaftsminister Bode die große Bedeutung der Häfen für die starke Rolle Deutschlands im Welthandel hevorgehoben. Er sicherte zu, dass die Landesregierung auch weiterhin in die Häfen investieren werde.

„Noch vor gut einem Jahr stimmten uns nahezu alle Wirtschaftswissenschaftler und Forschungsinstitute auf eine lang anhaltende Rezession ein. Die deutsche Konjunktur hat sich vielen Prognosen zum Trotz in den vergangenen Monaten nicht nur erholt, sie hat auch unerwartet stark zugelegt. Inzwischen wissen wir: Sämtliche Prognosen haben sich nicht bewahrheitet. Dabei war der Außenhandel 2010 – wie in vielen früheren Jahren vor der Krise – ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Deutschland exportierte 2010 um 14,2% mehr als 2009. 2011 wird der Welthandel weiter zulegen. IWF und OECD prognostizieren übereinstimmend ein Welthandelswachstum von 7 bis 8 % in 2011. Das ist gut für unsere Häfen,” sagte Bode.

Seehäfen, als bedeutende logistische Schnittstellen im Güterverkehr, müssten auf die zukünftigen Entwicklungen vorbereitet sein. Das Land Niedersachsen setze mit seiner Hafengesellschaft Niedersachsen Ports weiterhin auf einen gezielten Ausbau der Infrastruktur in den eigenen Seehäfen. „Wenn der Güterumschlag 2010 in unseren Seehäfen gegenüber 2009 rückläufig war, so ist dies allein der Sondersituation beim Ölumschlag in Wilhelmshaven geschuldet. Wir sind überzeugt, dass die Investitionen in Infrastrukturprojekte gut angelegt sind”, betonte der Wirtschaftsminister.
„Die Landesregierung hat das große Potenzial der maritimen Wirtschaft klar erkannt. Unsere Küstenregionen sind inzwischen schnell wachsende Wirtschaftsstandorte. Wir investieren deshalb weiter in die niedersächsischen Häfen. Vor dem Hintergrund der angespannten Haushaltslage muss es aber gemeinsames Ziel sein, die knappen Finanzmittel bei der Entwicklung der gesamten Küsteninfrastruktur effektiv einzusetzen”, so Bode weiter.
Natürlich erwarte er auch von der Wirtschaft die entsprechenden Komplementärfinanzierungen. Dieses habe in der Vergangenheit gut geklappt, die Unternehmer haben mit ihren Investitionen die staatlicherseits geschaffene Infrastruktur belebt und damit Wertschöpfung generiert. Beispiele sind die Norderweiterung in Brake oder der Dalbenliegeplatz in Emden. „Diese erfolgreiche Zusammenarbeit mit der Wirtschaft möchte ich fortsetzen.”

Von zentraler Bedeutung sei zudem die Stärkung der norddeutschen Seehäfen durch die Verbesserung der Hafenhinterlandanbindungen, damit der zügige Abtransport der Güter sichergestellt wird. Ausgebaut und modernisiert werden sollen alle drei Verkehrsträger Straße, Schiene und Wasserweg.
“Das Umschlagvolumen in den deutschen Seehäfen wird weiter ansteigen. Hierfür muss die Hinterlandinfrastruktur bedarfsgerecht ausgebaut werden. Da es sich dabei um eine nationale Aufgabe handelt, erwarten wir vom Bund einen Investitionsschwerpunkt Norddeutschland”, forderte der Wirtschaftsminister.


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