Zensus 2011: Volkszählung in Emden startet im Mai


Die Stadt Emden hat mitgeteilt, dass am 9. Mai 2011 in Emden ebenso wie in ganz Deutschland der registergestützte Zensus beginnt. Ein Zensus entspricht kurz gesagt einer Inventur, bei der Angaben über die Bevölkerung und Wohngebäude erhoben werden. Eine traditionelle Volkszählung fand in Westdeutschland zuletzt 1987 statt. Beim registergestützten Zensus wird ein Großteil der Volkszählungsdaten aus bereits vorhandenen Verwaltungsregistern gewonnen.

Angaben zum Wohneigentum und/oder über zusätzliche Merkmale, die nicht in Registern enthalten sind, wie beispielsweise Bildung und Erwerbstätigkeit, werden bei maximal einem Drittel der Bevölkerung erfragt.

Ein Zensus dient der Feststellung der amtlichen Einwohnerzahlen in Bund, Ländern und Gemeinden. Die Einwohnerzahl hat eine Vielzahl von unmittelbaren Auswirkungen auf die Handlungsspielräume der Städte und Gemeinden Niedersachsens, oft mit direkten finanziellen Folgen, zum Beispiel beim kommunalen Finanzausgleich. Außerdem besitzen amtliche Einwohnerzahlen eine hohe Bedeutung über den Zensusstichtag hinaus.
Sie bilden die aktualisierte Grundlage für die Bevölkerungsfortschreibung, mit der zwischen zwei Zensen in regelmäßigen Abständen die amtlichen Einwohnerzahlen für Bund, Länder und Gemeinden ermittelt werden.
Sie dienen auch den Planungen im täglichen Lebensumfeld. Zum Beispiel sind Altersstrukturdaten notwendig, um die zukünftige Versorgungssituation einer Gemeinde mit Kindergärten, Schulen, Schulbussen und Seniorenheimen bestimmen zu können. Auch die Wirtschaft verwendet Zensusdaten, um beispielsweise ihre
Standortentscheidungen auf der Basis des vorhandenen Arbeitskräftepotentials und den erreichbaren Absatzmärkten treffen zu können.

Nach Auskunft der Stadtverwaltung können sich die Bürgerinnen und Bürger darauf verlassen, dass ihre persönlichen Daten keinem Unbefugten zugänglich werden. Das Statistikgeheimnis der amtlichen Statistik sei seit ihrem Bestehen umfassend gewährleistet.
In der Stadt Emden sollen 10% der Bevölkerung befragt werden. Mit der Haushaltsstichprobe sollen die durch Unter- und Übererfassungen im
Melderegister verursachten Fehler korrigiert werden. Zugleich dient sie der Gewinnung von Informationen, die in Deutschland nicht in Registern enthalten sind, wie zum Beispiel die Merkmale Bildung, Migrationshintergrund und Glaubensbekenntnis. Befragt werden bei der Haushaltsstichprobe in Emden rund 5200 Personen. Die Befragten sind zur Auskunft verpflichtet. Die Erhebung erfolgt in Emden durch ca. 100 Erhebungsbeauftragte.


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